Gründerhaus im EKM-Magazin

Demnächst wird das erste Magazin zum Projekt „Erprobungsräume“ der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands erscheinen. Darin wird unter anderem auch unser Gründerhaus vorgestellt. Einen ersten Einblick in den Bericht gibt es bereits jetzt auf der Webseite der Erprobungsräume.

Dein Profil

Du findest die Idee eines christlichen Gründerhauses spannend, aber weißt noch nicht, ob das zu dir und deinen Bedürfnissen passt? Wir haben da mal eine kleine Checkliste vorbereitet:

  • Du hast dich gerade im Kreativbereich selbständig gemacht oder planst es für die nächste Zeit.
  • Du willst Glauben und Arbeiten miteinander verbinden.
  • Du suchst keinen anonymen „All-inclusive“-Arbeitsplatz, sondern hast Lust, dich in ein entstehendes Projekt einzubringen und mitzugestalten.
  • Du willst nicht alleine kämpfen, sondern dich mit anderen Gleichgesinnten austauschen.
  • Du brauchst keine absolute Ruhe zum Arbeiten, sondern freust dich, wenn Leben im Haus ist.
  • Du hast Interesse, dich in die Bartholomäusgemeinde hinein zu vernetzen.

Und, passt es? Dann freuen wir uns, wenn du dich bei uns meldest.

 

Unser Angebot

Das erwartet unsere zukünftigen Mieter*innen im Gründerhaus am Steilen Berg:

  • Schreibtischplätze in einem Großraum- oder in Einzelbüros
  • Räume für Ateliers und Werkstätten
  • Individuelle Vereinbarungen je nach Platzbedarf
  • Raum für maximal 16 Mieter*innen auf zwei sanierten Etagen
  • Gemeinschaftsküche und gemeinsame Toiletten
  • Raum für Kinderbetreuung
  • Mietverhältnis für die Startphase, maximal für drei Jahre
  • Günstige Staffelmieten mit niedrigem Einstiegspreis (2,50 EUR/qm) und jährlicher Anpassung (bis 4,00 EUR/qm) plus 3,00 EUR/qm  Betriebskostenpauschale)
  • ggf. günstigere Mietpreise im unsanierten Anbau

Die Plätze stehen voraussichtlich ab dem 2. Quartal 2019 zur Verfügung, Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Die Idee

Neu auf der Gründerhaus-Seite? Das ist unsere Idee hinter dem Projekt:

Wer sich selbständig macht, läuft schnell Gefahr, zum Einzelkämpfer zu werden, der sich alleine mit den zahlreichen Anforderungen herum schlagen muss. Das Gründerhaus am Steilen Berg will dem etwas entgegensetzen: Wir bieten Raum zum Arbeiten und christliche Gemeinschaft für Menschen, die selbständig im Kreativbereich arbeiten oder gerade gründen. Weil in dieser Branche das Geld oft knapp ist, bieten wir preiswerte Büro- und Atelierplätze in zentraler Lage im schönen Stadtteil Giebichenstein.

Durch die Verbindung zur Bartholomäusgemeinde haben unsere Mieter*innen die Möglichkeit, sich in ihrer spannenden Lebensphase im Gespräch begleiten zu lassen und das Netzwerk der Gemeinde zu nutzen.

Neuer Flyer erschienen

Was bietet zukünftig das Gründerhaus und wen wünschen wir uns als Nutzer*innen? Das erklärt ausführlich unser Flyer, den man hier herunterladen kann.

Für euch selbst kommt es nicht in Frage, aber ihr kennt jemanden, den das Konzept interessieren würde? Dann gebt den Flyer gerne weiter. Gedruckte Exemplare liegen in Kirche und Gemeindehaus aus.

Stand der Bauarbeiten

Foto: Cornelia Büdel

Der Winter kann kommen: Denn der Steile Berg hat nun endlich sein Dach.

 

 

 

Foto: Cornelia Büdel

Die Dachgeschossebene ist entkernt und hat große Fenster bekommen, die den Raum schön belichten. Nun geht es in dieser Etage weiter mit Elektrik, Klempnerarbeiten, Wärmedämmung und Trockenbau.

„Friede sei ihr erst Geläute“ – Mittagsläuten

Foto: Jörg Lipskoch

Die Kirchenglocken geben in Europa seit über 1000 Jahre lang mit ihrem Rhythmus die Zeit zur Arbeit, zur Muße und zum Gebet vor. Ihr Läuten ermuntert zum Gebet und kann als Gedächtnisstütze betrachtet werden. Das Angelusläuten ist in den christlichen Kirchen von alters her das morgendliche, mittägliche und abendliche Läuten der Kirchenglocken, währenddessen im Tun innegehalten und für den Frieden gebetet wird. Auch ein Vater unser kann in dieser Zeit gesprochen werden.

So tun es die Glocken der Bartholomäuskirche für die Menschen in Giebichenstein und auch im Gründerhaus. Pünktlich läuten sie um 12 und um 18 Uhr zum Mittag und zum Abend, am Morgen um 6 Uhr schweigen sie. Eigentlich könnten wir auch am Morgen einen Hinweis zur Achtsamkeit gebrauchen, aber die Gemeinde will die Nachbarn nicht mit den Glocken wecken. Am Mittag jedoch die Arbeit kurz aus der Hand zu legen oder vor dem Essen dankbar innezuhalten und am Abend den Tag dankbar in Gottes Hände zurückzulegen, das wollen wir einläuten. Doch wann und wo auch immer eine Glocke vom Kirchturm schallt, so ruft sie zum Gebet. Nicht alles ist Tun, vieles ist Empfangen, Beten und Hören.

Ralf Döbbeling

Bilanz nach einem Jahr

Auch wenn man es von außen noch nicht richtig sieht: Das erste Jahr unseres Projekts „Gründerhaus Steiler Berg“ ist bereits vorbei. Zu den Höhepunkten gehörte sicherlich, dass wir im Rahmen der „Erprobungsräume“ der EKM gefördert werden. Positive Resonanz erhielten wir aus dem Kulturausschuss der Stadt und dem Kreiskirchenrat. Sogar ein überregionales christliches Magazin hat über unser Projekt berichtet.

Derzeit gibt es weiterhin zwei Mieter im Haus. Es gab zwischenzeitlich allerdings auch noch viele weitere Kontakte und Interessenten. Wir können also durchaus hoffen, dass wir nach dem Abschluss der Bauarbeiten noch weitere Gründerinnen und Gründer finden, die sich im „Steilen Berg“ engagieren wollen.

Darum werben wir gerade. Wer Lust hat, mitzumachen und Bekannte und Freunde darauf aufmerksam machen möchte, kann das mit dem Flyer tun, der demnächst in Kirche und Gemeindehaus ausliegt.

Auch in geistlicher Hinsicht hat sich schon einiges getan: In unregelmäßigen Abständen fanden einige Gebetstreffen im Haus statt. Auch hängt im Gemeinschaftsbereich die Einladung zum Innehalten beim Mittagsläuten. Was das genau ist? Darüber werden wir in Kürze berichten.

Förderung für das Gründerhaus

Es gibt fabelhafte Neuigkeiten: Unser Gründerhaus am Steilen Berg wird im Rahmen der „Erprobungsräume“ der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland gefördert! Zu den Erprobungsräumen gehören Projekte, die Kirche anderes und neu denken und ein Experimentierfeld für die Zukunft bieten.

Das Gremium, das über die Förderung zu entscheiden hatte, fand gleich mehrere gute Gründe, warum das Gründerhaus am Steilen Berg unterstützenswert ist: Die Verantwortlichen zeigten sich besonders davon beeindruckt, dass wir mit der Zielgruppe „Existenzgründer im Kreativbereich“ Menschen erreichen wollen, die sonst wenig Kontakt zur Kirche haben. Auch dass wir in Beziehungen und Netzwerke investieren wollen, war ein wichtiges Argument.

Die Landeskirche fördert unser Projekt mit 159.000 EUR, der Kirchenkreis Halle-Saalkreis stellt zusätzlich 90.000 EUR zur Verfügung. Für das Gründerhaus haben wir insgesamt rund 291.000 EUR veranschlagt, den Rest müssen wir also aus dem Haushalt der Gemeinde und durch Spenden aufbringen.

Als nächste bauliche Aufgabe steht an, das Dach zu erneuern. Im Dachgeschoss sind dabei Räume geplant, in denen auch Begegnung mit der Gemeinde möglich sein sollen. Darüber werden wir in Kürze berichten.

Neben Geld und Bauen ist es aber auch wichtig, Menschen zu finden, die das Gründerhaus persönlich unterstützen wollen. Eine Projektgruppe in der Gemeinde plant gerade, wie ein solcher Freundeskreis aussehen könnte. Haben Sie Lust und Zeit, sich einzubringen? Gesucht werden Menschen, die bei der Auswahl der künftigen Mieter helfen, ihre fachliche Expertise und/oder geistliche Impulse einbringen. Mehr Informationen gibt es bei Cornelia Büdel (per Mail oder mobil unter 0172 / 77 56 273  ).