Offener Bibelleseabend am 27.09.

Foto: Roggendorf

In der Bartholomäusgemeinde findet regelmäßig ein offener Bibelleseabend statt – ein Angebot, ohne Vorbedingungen und Vorwissen gemeinsam Texte aus der Bibel zu lesen und darüber zu reden – frei nach Kol. 3,16: „Das Wort des Christus wohne reichlich in euch“. Das gemeinsame Lesen soll Interesse am Wort der Bibel wecken und Freude bereiten. Wer Interesse hat, einen frischen Zugang zur Bibel sucht oder einfach neugierig ist, der sei herzlich eingeladen. Die eigene Bibel kann gerne mitgebracht werden, es sind aber auch Bibeln vorhanden.

Am Donnerstag, den 27.09.  findet der Abend im Gründerhaus statt – herzliche Einladung an alle, die Lust haben, um 19.30 Uhr dazu zu kommen! Wir lesen die Seligpreisung „Selig sind, die da geistlich arm sind…“ (Matthäus 5 Vers 3)

„Friede sei ihr erst Geläute“ – Mittagsläuten

Foto: Jörg Lipskoch

Die Kirchenglocken geben in Europa seit über 1000 Jahre lang mit ihrem Rhythmus die Zeit zur Arbeit, zur Muße und zum Gebet vor. Ihr Läuten ermuntert zum Gebet und kann als Gedächtnisstütze betrachtet werden. Das Angelusläuten ist in den christlichen Kirchen von alters her das morgendliche, mittägliche und abendliche Läuten der Kirchenglocken, währenddessen im Tun innegehalten und für den Frieden gebetet wird. Auch ein Vater unser kann in dieser Zeit gesprochen werden.

So tun es die Glocken der Bartholomäuskirche für die Menschen in Giebichenstein und auch im Gründerhaus. Pünktlich läuten sie um 12 und um 18 Uhr zum Mittag und zum Abend, am Morgen um 6 Uhr schweigen sie. Eigentlich könnten wir auch am Morgen einen Hinweis zur Achtsamkeit gebrauchen, aber die Gemeinde will die Nachbarn nicht mit den Glocken wecken. Am Mittag jedoch die Arbeit kurz aus der Hand zu legen oder vor dem Essen dankbar innezuhalten und am Abend den Tag dankbar in Gottes Hände zurückzulegen, das wollen wir einläuten. Doch wann und wo auch immer eine Glocke vom Kirchturm schallt, so ruft sie zum Gebet. Nicht alles ist Tun, vieles ist Empfangen, Beten und Hören.

Ralf Döbbeling

Gemeindestammtisch am 06.09.

Foto: Iris Hinneburg

Der nächste Stammtisch der Bartholomäus-Gemeinde findet wieder im Gründerhaus statt. Willkommen sind alle, die in lockerer Atmosphäre gemeinsam über Perspektiven in unserer Gemeinde nachdenken wollen.

Wo? Gründerhaus, Am Steilen Berg 4

Wann? Donnerstag 06.09. um 20 Uhr

Bilanz nach einem Jahr

Auch wenn man es von außen noch nicht richtig sieht: Das erste Jahr unseres Projekts „Gründerhaus Steiler Berg“ ist bereits vorbei. Zu den Höhepunkten gehörte sicherlich, dass wir im Rahmen der „Erprobungsräume“ der EKM gefördert werden. Positive Resonanz erhielten wir aus dem Kulturausschuss der Stadt und dem Kreiskirchenrat. Sogar ein überregionales christliches Magazin hat über unser Projekt berichtet.

Derzeit gibt es weiterhin zwei Mieter im Haus. Es gab zwischenzeitlich allerdings auch noch viele weitere Kontakte und Interessenten. Wir können also durchaus hoffen, dass wir nach dem Abschluss der Bauarbeiten noch weitere Gründerinnen und Gründer finden, die sich im „Steilen Berg“ engagieren wollen.

Darum werben wir gerade. Wer Lust hat, mitzumachen und Bekannte und Freunde darauf aufmerksam machen möchte, kann das mit dem Flyer tun, der demnächst in Kirche und Gemeindehaus ausliegt.

Auch in geistlicher Hinsicht hat sich schon einiges getan: In unregelmäßigen Abständen fanden einige Gebetstreffen im Haus statt. Auch hängt im Gemeinschaftsbereich die Einladung zum Innehalten beim Mittagsläuten. Was das genau ist? Darüber werden wir in Kürze berichten.

Offene Session für Klezmer und Artverwandtes

Am Samstag, den 9. 12. 2017 gibt es ab 19 Uhr im christlichen Gründerzentrum „Steiler Berg“ (Steiler Berg 4) im Rahmen des „Giebichensteiner Adventskalenders“ heiße osteuropäische Tänze, schmachtende Liebeslieder, fetzige Fantasien auf allen handgewerkten und mundgeblasenen Instrumenten, die je ein Mensch gehört hat (außer Orgel und Sousaphon). Freude ist garantiert, wer sich im Stande fühlt (oder auch nicht), trage bei durch Mitspielen, Tanzen, Zuhören oder einfach nur durch sein Erscheinen!

Förderung für das Gründerhaus

Es gibt fabelhafte Neuigkeiten: Unser Gründerhaus am Steilen Berg wird im Rahmen der „Erprobungsräume“ der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland gefördert! Zu den Erprobungsräumen gehören Projekte, die Kirche anderes und neu denken und ein Experimentierfeld für die Zukunft bieten.

Das Gremium, das über die Förderung zu entscheiden hatte, fand gleich mehrere gute Gründe, warum das Gründerhaus am Steilen Berg unterstützenswert ist: Die Verantwortlichen zeigten sich besonders davon beeindruckt, dass wir mit der Zielgruppe „Existenzgründer im Kreativbereich“ Menschen erreichen wollen, die sonst wenig Kontakt zur Kirche haben. Auch dass wir in Beziehungen und Netzwerke investieren wollen, war ein wichtiges Argument.

Die Landeskirche fördert unser Projekt mit 159.000 EUR, der Kirchenkreis Halle-Saalkreis stellt zusätzlich 90.000 EUR zur Verfügung. Für das Gründerhaus haben wir insgesamt rund 291.000 EUR veranschlagt, den Rest müssen wir also aus dem Haushalt der Gemeinde und durch Spenden aufbringen.

Als nächste bauliche Aufgabe steht an, das Dach zu erneuern. Im Dachgeschoss sind dabei Räume geplant, in denen auch Begegnung mit der Gemeinde möglich sein sollen. Darüber werden wir in Kürze berichten.

Neben Geld und Bauen ist es aber auch wichtig, Menschen zu finden, die das Gründerhaus persönlich unterstützen wollen. Eine Projektgruppe in der Gemeinde plant gerade, wie ein solcher Freundeskreis aussehen könnte. Haben Sie Lust und Zeit, sich einzubringen? Gesucht werden Menschen, die bei der Auswahl der künftigen Mieter helfen, ihre fachliche Expertise und/oder geistliche Impulse einbringen. Mehr Informationen gibt es bei Cornelia Büdel (per Mail oder mobil unter 0172 / 77 56 273  ).

Lobpreisabend

Am Dienstag, den 29.08. gibt es im christlichen Gründerhaus am Steilen Berg (ehemaliger Kindergarten) von 20 bis 22 Uhr einen Lobpreisabend mit Vinzenz Wieg: Gott sei Lob und Ehre – Lobpreis- und Anbetungsabend mit neuen und alten christlichen Liedern. Singen dem Herrn und sich von ihm beschenken lassen.

Herzliche Einladung!

Im Porträt: Vinzenz Wieg

Und hier kommt die nächste Folge der Vorstellung unserer Nutzer. Dieses Mal im Porträt: Vinzenz Wieg.

Ich bin Musiker. Und mein musikalischer Weg begann, wenn man es genau nimmt, mit 5 Jahren in genau dem Raum, den ich jetzt im Steilen Berg als Arbeitsraum nutze. Dort fand nämlich im Kindergarten, der der Steile Berg damals war, der Flötenkreis von Tante Renate statt. Und ich war dabei und liebte es. Wahrscheinlich hauptsächlich wegen Tante Renate, aber daraus – und aus vielen andern Begegnungen mit Menschen und Lehrern – hat sich eine bleibende Liebe zur Musik und ein abgeschlossenes Studium der Jazzgitarre in Leipzig entwickelt. Dazu spiele ich auch Klarinette, und das in Bands unterschiedlichster Stilrichtung, vom Duo bis zum Sinfonieorchester.

„Gott zur Ehre und den Menschen zur Freude“ – diesen Leitsatz Johann Sebastian Bachs fand ich schon gut, bevor ich zum Glauben kam, wie ich ihn heute lebe. Und das bedeutet nun auch, mit meinen Gaben aktiv zu sein für die Menschen in meiner Umgebung. Das Weitergeben von musikalischem Handwerk, das Lehren ist mir da sehr wichtig geworden. Ebenso die Erkenntnis, dass Musik passieren kann, egal wie gut jemand sein Instrument beherrscht, sondern dass es auf die Haltung dahinter ankommt – und auf ein Fünkchen Genialität, sozusagen Gottes Beigabe.

Ich will Menschen den großartigen Ausdrucks- und Erlebnisraum der Musik eröffnen, dieses farbige und flüchtige Schwingen und Tasten durch Emotion, Ausdruck und Zeit. Ich verstehe Musik, getragen von Gottes Geist, auch als Waffe gegen das Böse in der Welt, das immer in uns wohnt. Musik kann uns verbinden mit unserem höheren Selbst, mit unseren reinen Emotionen, kann die Seele beruhigen oder aufwecken, je nachdem, was gerade dran ist. In der Musik können wir zu uns selbst finden.

Musik kann Menschen verbinden. Ich habe das einmal so stark erlebt auf einem Konzert der Schlagzeuglegende Günter „Baby“ Sommer bei den Leipziger Jazztagen im Herbst 2012. Da ging pure Lebensfreude auf die Zuhörer über, hinterher hätten sich die Leute fast in den Armen gelegen. Auf einmal wurden aus Leuten, die nebeneinander saßen und jeder für sich waren, Menschen, die einander nahe waren, die sich einander zuwandten und Freude teilten. Da sagte ich mir: Das will ich mit meiner Musik auch schaffen.

Gottes Gegenwart im geistlichen Gesang, im Lobpreis zu spüren ist mir eine der tiefsten Freuden. Deswegen habe ich einen kleinen Singkreis gegründet und lade auch zu Lobpreis-Sessions im Steilen Berg ein.

Kontakt: 0177-5539107, dotvin[at]gmx.de

Im Porträt: Eva Amina Kreuter

In loser Folge stellen wir unsere Mieterinnen und Mieter vor. Dieses Mal: Die Tänzerin und Designerin Eva Amina Kreuter. Das sagt sie über sich selbst:

 

 

 

„Ich möchte Menschen zum Tanzen bringen…

… beim Festival „tanz, Halle tanz!“. 2016 gab es erstmals ein Programm aus etwa 30 in Halle vertretenen Tanzstilen. 2018 wird es auch Workshops für Kinder und einen Senioren-Tanz-Tee geben. Und permanent sorgen wir für eine Vernetzung der halleschen Tanzschaffenden.

… bei meinen Angeboten in Contact Improvisation. Über die Körperwahrnehmung bekommen sie einen Zugang zu mühelosen Bewegungen und absichtslosem Da-Sein. Im Kontakt mit den Tanzpartnern wird auch geübt, sich gegenseitig wahrzunehmen ohne die gewohnten Bewertungsschemata. Somit ist ein entspannter Weg zu kreativem Ausdruck eröffnet, der auch im Malen oder Schreiben münden kann.

…, die sich selber vielleicht nicht als „Tänzer“ sehen. Manche können ihren Rollstuhl verlassen oder ihn einbeziehen in das Experiment Tanz. Es gibt kein richtig oder falsch, sondern nur den Moment. Nach ersten Erfahrungen mit einer Tanz-AG für Kinder mit Down-Syndrom möchte ich weiter im Bereich der besonderen Möglichkeiten forschen. Als Einstieg beginne ich eine wöchentliche Betreuung eines behinderten Kindes im Ehrenamt und Angebote für ein Behindertenwohnheim.

Mit großer Freude nehme ich wahr, wie gelöst und erfüllt die Tänzer nach bedürfnisorientiertem und situationsabhängigem Lernen sind. Sie können sich und ihre Grenzen spielerisch entdecken und erweitern. Dabei üben sie einen offenen Umgang mit sich und anderen, den ich noch viel mehr Menschen nahe bringen will.“

 

Kontakt:

Tel. 0345 – 960 4517
eva@contactimpro-halle.de
eva@tanzhalletanz.de